Von Weihnachtspannen und ungeahnten Wünschen

Wir Flechtwerker können ein „Weihnachtslied“ davon singen, wenn Heiligabend eben nicht nach Plan läuft!

Blog Mein Papa kommt Weihnachtspannen

Alles soll perfekt sein, wenn das Christkind kommt. Das Festessen, die Geschenke, die Stimmung. Wenigstens an diesem einen von 365 Tagen soll alles harmonisch ablaufen und jeder zufrieden sein. Doch warum sollte das gerade an den Weihnachtstagen funktionieren, wenn wir das ganze Jahr über auch herausfordernde Tage erlebt haben? Nur weil Weihnachten ist?! Dass dem nicht so ist, können wir Flechtwerker bestätigen. Aber das ist auch gut so! Denn sonst wäre jedes Jahr Weihnachten das gleiche und nichts bliebe in unserer Erinnerung. Zudem gingen ungeahnte Wünsche nicht in Erfüllung. Das wäre doch schade! Aber lest selbst, was wir Flechtwerker in unseren Familien erlebt haben:

 

Nicht auf das Datum, auf das Fest kommt es an!

Danièle Böhm
Danièle Böhm

„Wenn die Familie an Weihnachten nicht an einem Ort sein kann – oder will–, dann muss man eben zweimal Weihnachten feiern. Kein Problem! Damit ich an Heiligabend bei meiner Mutter in Südfrankreich feiern konnte, hatte ich vor einigen Jahren mit dem anderen Teil der Familie vorgefeiert. So fiel der ‚deutsche‘ Heiligabend eben auf den Samstag davor. Alles wurde perfekt imitiert: Ich hatte mit meinen Halbgeschwistern am Vormittag den Baum geschmückt und die Frau meines Vaters hatte schon seit Stunden in der Küche gezaubert. Bis sie am Nachmittag bemerkte, dass die Sahne für die Sauce fehlte. Oh Schreck! Keine Sauce für den Braten! Schuldzuweisungen über nicht erledigte Einkäufe und schlecht leserliche Einkaufslisten flogen durch die Küche. Dazu jaulte ‚Last Christmas‘ aus dem Radio. Bis mir einfiel: ‚Aber es ist doch gar nicht Heiligabend, sondern ein gewöhnlicher Samstag!‘ Sauce da, alles gut!

 

Wer erinnert sich schon an den perfekten Weihnachtsbaum?

Simon Stapf
Simon Stapf

„Im Wald ist die Größe der Tannen relativ. Das wurde meinem Opa vor über zwanzig Jahren zum Verhängnis, als er loszog, um ein hübsches Exemplar zu fällen. Die Auserwählte war wohlgeformt und die Zweige nicht zu dicht. Eigentlich perfekt. Nur war die Wohnzimmerdecke zu niedrig, wie sich zuhause herausstellte. Mein Opa war schon immer ein Machertyp, und so zögerte er nicht lange und schnitt kurzerhand die Spitze ab. Hauptsache, der Baum steht! Das sahen nicht alle Familienmitglieder so. Doch ich fand den Baum richtig cool und muss heute noch schmunzeln, wenn ich daran denkt. Wie die Christbäume in den anderen Jahren aussahen, habe ich vergessen.“

 

Wenn der Tankwart zum Christkind wird

Annette Habert
Annette Habert

„Als meine Kinder noch zur Grundschule gingen, war ich durch meine Arbeit die gesamte Vorweihnachtszeit bis einschließlich dem 24. Dezember immer sehr eingespannt. Trotzdem wollte ich meinen Kindern eine unvergessliche Bescherung bereiten! Doch als ich am Heiligabend nachmittags endlich den Baum schmücken wollte, fehlten die Kerzen! Alle Geschäfte waren bereits geschlossen. Zum Glück hatten meine Kinder nicht gemerkt, dass ich in aller Eile mit dem Fahrrad zum Shop an der Tankstelle fuhr.  Zu meinem Entsetzen gab es nur noch rosafarbene Kerzen. Mit Glitzer! Das war wirklich zu viel Weihnachtskitsch. Doch was blieb mir übrig? Ich verabschiedete mich von meiner Vorstellung eines perfekten Weihnachtsbaumes und kaufte den knalligen Weihnachtsschmuck. Und meine Tochter? Resümierte beim Zubettgehen mit leuchtenden Augen: ‚Mama, das beste Geschenk waren die Prinzessinnen-Kerzen!‘ In diesem Moment habe ich verstanden, dass die Bescherung erst perfekt für meine Kinder werden konnte, indem ich mich von meinen eigenen Vorstellungen gelöst hatte.“

 

Für ein entspanntes Weihnachtsfest

Erzählt Euch bereits vor den Festtagen im Familien- und Bekanntenkreis solche Geschichten. So wird der Erwartungsdruck kleiner und Ihr vergesst nicht das Schmunzeln – falls es zu einer Panne kommen sollte!

 

Foto: Tim Reckmann / pixelio.de
boehm@flechtwerk-ggmbh.de

Autor: boehm@flechtwerk-ggmbh.de

PR & Marketing Referentin