Manchmal geschehen Zeichen & Wunder

Und das nicht nur für Flechtwerk-Väter, sondern auch für Gastgeber. Umso schöner, wenn es zu Weihnachten geschieht.

Ein unglaubliches Weihnachtsgeschenk

Vor etwas über einem Jahr trennten sich die Eltern des kleinen Arian (alle Namen im Artikel sind geändert). Der damals Dreijährige zog mit seiner Mutter in die Nähe von Stuttgart. Sein Vater Tarik blieb in München und musste jedes Mal drei Stunden Zug fahren, um seinen Sohn zu sehen. Über Mein Papa kommt hat Tarik liebe Gastgeber am Wohnort seines Sohnes gefunden, die ihn im vergangenen Jahr durch schwere Zeiten begleitet haben. Doch dann bekam Arian zu Weihnachten das schönste Geschenk: Sein Papa und seine Mama sind wieder zusammen! Am 23. Dezember ist er mit seiner Mutter wieder zu seinem Vater nach München gezogen.

 

 

Zeit des Zurückgebens

Bei seinen Gastgebern war Markus mit seinem Sohn Luka ein ganzes Jahr Monat für Monat willkommen. Das ältere Ehepaar hat ihn immer wieder ermutigt, trotz aller traurigen Umstände nicht aufzugeben und zu seinem Sohn zu fahren. Doch dann wurde die Gastgeberin sehr krank und ist verstorben. Für Markus stand sofort fest, was er an Weihnachten machen würde. An Heiligabend hat er sich wiederum auf die lange Reise nach Ingolstadt gemacht und war heilfroh, dass er etwas zurückgeben konnte. Und so hat er Weihnachten mit seinem Gastgeber gefeiert, der sonst in dieser Zeit alleine gewesen wäre.

 

 

Anwältin findet Lösung für eine Flüchtlingsfamilie

Der Neuanfang in Deutschland war für die syrische Familie der sechsjährigen Manal mit einer Trennung verbunden. Ihre Eltern hatten entschieden, von nun an getrennte Wege zu gehen und haben sich deshalb bei der Ankunft auch getrennt registrieren lassen. Das hatte zur Folge, dass Manal und ihre Mutter Fatima nach Wuppertal kamen und der Vater Samir in einem Flüchtlingsheim in München untergebracht wurde. Samir kann seine Tochter seitdem nur in den Schulferien zu sich nach München holen – immerhin. Doch nach dem Attentat auf dem Berliner Weihnachtsmarkt am 19. Dezember 2016 wurden die Sicherheitsvorkehrungen im Flüchtlingsheim verschärft. Von heute auf morgen durfte die kleine Manal nicht mehr im Zimmer ihres Vaters übernachten. Samir war am Boden zerstört. Ein Hotelzimmer kann er sich nicht leisten. Seine Anwältin, die ihn im Asylverfahren und bei der Scheidung vertrat, suchte nach einer Lösung. Da fiel ihr das Besuchsprogramm Mein Papa kommt wieder ein, von dem sie bei einem Vortrag des interdisziplinären Arbeitskreises beim Amtsgericht München gehört hatte. Und obwohl es kurz vor Weihnachten war, konnten wir Flechtwerker kurzfristig eine Unterkunft bei Gastgebern organisieren. Die kleine Manal war überglücklich und konnte die Weihnachtsferien zusammen mit ihrem Papa verbringen.

 

 

Und jetzt Ihr!

Erzählt uns Eure Mein Papa kommt-Story! Oder auch Eure Meine Mama kommt-Story! Entweder hier über die Kommentarfunktion oder schickt sie per Email an boehm@flechtwerk-ggmbh.de. Bitte schreibt dazu, ob wir Eure Geschichte im Blog veröffentlichen dürfen – auf Wunsch auch anonymisiert.

 

 

 

Danièle Böhm

Autor: Danièle Böhm

PR & Marketing Referentin

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