Umgangskosten-Rechner

Berechne hier, wie viel Du mit „Mein Papa kommt“ sparen kannst.

Hast Du auch immer hohe Übernachtungskosten, wenn Du Dein Kind besuchst? Das muss nicht sein!

Mein Kind lebt km entfernt von mir. Ich besuche es ungefähr mal im und reise mit an. Für die Übernachtung zahle ich pro Besuch ca. €.

Geld sparen mit „Mein Papa kommt“*

Väter, – und auch Mütter – die nach Trennung oder Scheidung in großer räumlicher Distanz zu ihrem Kind leben, leiden unter einer hohen finanziellen Belastung. Zusätzlich zu den Unterhaltskosten entstehen für die pendelnden Väter hohe Kosten zur Realisierung des Umgangs. Zu den Mehrkosten und dem Mehraufwand für den Umgang gehören neben der Verpflegung und Freizeitgestaltung während des Treffens mit dem Kind auch die Fahrtkosten und Übernachtungskosten.

Hotels zu teuer für Umgangswochenenden

In der Wohnung der Kindesmutter können die Trennungsväter meist nicht übernachten. So bleiben den Vätern nur kostspielige Unterkünfte wie Hotels oder Pensionen. Das Hotel als Umgangsort ist kein Schnäppchen. Zudem bieten Hotels und Pensionen nur eine anonyme Übernachtung. Airbnb, Couchsurfing & Co bieten eine Alternative zum Hotel. Auf Dauer sind jedoch auch Buchungen über Airbnb für die Väter zu teuer und in ländlichen Gebieten finden sich kaum Anbieter. Couchsurfing und andere Hospitality Exchange Networks bieten eher ein studentisches, provisorisches Ambiente für kurze Aufenthalte in fremden Städten. Das kostenfreie Übernachten bei Couchsurfing ist für einen Vater sicher keine Dauerlösung, da es keine verlässliche Lösung bietet und auch nicht gerade altersgerecht ist. Außerdem ist auch Couchsurfing auf dem Lande nicht sehr verbreitet. Diese Arten des preisgünstigen Wohnens auf Zeit sind somit nicht geeignet für Umgangswochenenden.

Verlässliche und kostengünstige Unterkünfte für Umgangswochenenden

Das gemeinnützige Unternehmen Flechtwerk 2+1 unterstützt durch das Programm „Mein Papa kommt“ Väter oder Mütter, die weit zu ihrem Kind anreisen müssen, um den Umgang wahrnehmen zu können. „Mein Papa kommt“ vermittelt pendelnde Väter an ehrenamtliche Gastgeber am Wohnort des Kindes, bei denen sie kostenfrei in einem Gästezimmer übernachten können. Die Väter schlafen nicht in einem anonymen Hotel, sondern bei Gastgebern, die ihnen eine private Rückzugsmöglichkeit am Umgangsort bieten und sie darüber hinaus in ihrer Vaterschaft wertschätzen.

Umgangskosten-Rechner von „Mein Papa kommt“

Mit dem Umgangskosten-Rechner von „Mein Papa kommt“ können „Langstreckenväter“ einfach ausrechnen, wie hoch der durchschnittliche finanzielle Aufwand zur Realisierung des Umgangs mit dem Kind jeden Monat ist. Zudem errechnet der Umgangskosten-Rechner auch den Betrag, den Trennungsväter durch eine Premium-Mitgliedschaft bei „Mein Papa kommt“ sparen können. Denn Mitglieder, die das Besuchsprogramm von „Mein Papa kommt“ nutzen, zahlen monatlich nur 12,- EUR anstatt eine hohe Hotelrechnung. Und Premium-Mitglieder, die am Papawochenende mit dem Fernbus zu ihrem Kind reisen, erhalten von Flechtwerk 2+1 einen Flixbus-Gutschein und damit zusätzlich einen 10%-Rabatt auf jede Fahrt. Allein mit dieser Ermäßigung rechnet sich für Premium-Mitglieder häufig bereits der Mitgliedsbeitrag von „Mein Papa kommt“, da sie bei der monatlichen Reise zum Kind mit dem Fernbus hin und zurück 12,- EUR oder mehr sparen. Mithilfe des Umgangskosten-Rechners von „Mein Papa kommt“ können Interessierte in wenigen Sekunden ausrechnen, um wie viel sie ihre individuellen Kosten reduzieren können. Die Ermittlung der durchschnittlichen Mobilitätskosten mit dem Auto, der Bahn oder dem Fernbus übernimmt dabei ganz komfortabel der Umgangskosten-Rechner. Mit einem Klick werden die aktuellen Ausgaben zur Umgangsrealisierung und die möglichen Einsparungen durch das Programm „Mein Papa kommt“ deutlich.

 

*Das Programm „Mein Papa kommt“ vermittelt Vätern/Müttern, die weit von ihren Kindern entfernt leben,  ehrenamtliche Gastgeber und „Kinderzimmer auf Zeit“ am Wohnort des Kindes.

Finanzielle Situation nach Trennungen

Wir geben einen Überblick mit Informationen zu Unterhalt, Umgangskosten, Hilfe bei Verschuldung und Sparmöglichkeiten bei hohen Reise- und Übernachtungskosten.

Familienleistungen

Mit dem Info-Tool Familie vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend kann man in wenigen Schritten ermitteln, auf welche Familienleistungen oder -hilfen die Eltern und Kinder voraussichtlich Anspruch haben.

Titel Familien Tool

Unterhalt

Die Düsseldorfer Tabelle dient als Richtlinie zur Bemessung des Kindesunterhalts. Auch wenn der Name vielleicht irreführend klingt, ist die Tabelle deutschlandweit gültig. Die Düsseldorfer Tabelle gibt Auskunft über die Höhe des Unterhalts, der nach einer Trennung für Kinder gezahlt werden muss, wenn diese nicht im eigenen Haushalt leben. Der Unterhaltsbedarf ergibt sich aus der Tabelle unter Berücksichtigung des Nettoeinkommens und des Alters der Kinder. Der Unterhaltsbedarf ist nicht identisch mit dem Zahlbetrag. Die Höhe der Zahlung ergibt sich nach Abzug der Hälfte des monatlichen Kindergelds. Der Eigenbedarf für einen erwerbstätigen Unterhaltszahler beläuft sich auf 1.080 Euro. Für einen nicht erwerbstätigen Unterhaltsverpflichteten liegt der notwendige Eigenbedarf bei 880 Euro im Monat.

 

Das Umgangsrecht ist übrigens nicht davon abhängig, ob Unterhalt gezahlt wird. Jeder Elternteil hat das Recht und die Pflicht, Kontakt zu seinem Kind zu haben – ganz gleich, ob Unterhalt gezahlt wird oder nicht. Wird der Kontakt zum Kind verweigert, berechtigt dies andererseits nicht den Unterhaltspflichtigen, die Zahlungen einzustellen oder zu kürzen.

 

Kritische Stimmen zur Düsseldorfer Tabelle

Die Änderungen an der Düsseldorfer Tabelle zum 1.1.2018 werden u.a. vom Deutschen Juristinnenbund stark kritisiert, da beispielsweise einige Kinder aufgrund der angehobenen Gehaltsklassen weniger Unterhalt erhalten. Der Landesverband des VAMV Bayern (Verband alleinerziehender Mütter und Väter) ruft zu einer Protestaktion auf.

 

Unterhaltsvorschuss

Der Unterhaltsvorschuss entlastet, wenn der Barunterhalt des anderen Elternteils ausbleibt und unterstützt damit die Alleinerziehenden. Hierbei gibt es keine Einkommensgrenze für den alleinerziehenden Elternteil. Ein gerichtliches Unterhaltsurteil gegen den anderen Elternteil ist nicht erforderlich. Zum 1. Juli 2017 wurde das Unterhaltsvorschussgesetz erweitert. Zuvor unterstützte der Unterhaltsvorschuss höchstens für 72 Monate und bis zur Vollendung des zwölften Lebensjahres des Kindes. Das wurde nun geändert: Seit dem 1. Juli 2017 können Alleinerziehende auch für ältere Kinder, d.h. bis zum vollendeten 18. Lebensjahr, Unterhaltsvorschuss erhalten. Und das ohne Begrenzung der Bezugsdauer.

 

Der andere Elternteil wird sofort über die Beantragung des Unterhaltsvorschusses informiert und zur Zahlung bzw. zur Auskunft über seine Einkommensverhältnisse aufgefordert. Er muss darlegen, dass er alle zumutbaren Anstrengungen unternommen hat, seiner Leistungsverpflichtung vollständig nachzukommen. Der Staat kann die Zahlungen des Unterhaltsvorschusses vom unterhaltspflichtigen Elternteil zurückfordern und einklagen, wenn dieser während der Zahlung des Unterhaltsvorschusses auch leistungsfähig war und den Unterhalt tatsächlich aufbringen hätte können.

 

Ausführliche Informationen bietet die Broschüre zum Unterhaltsvorschuss des Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend.

 

Umgangskosten

Die Umgangskosten müssen vom umgangsberechtigten Elternteil getragen werden und können nicht steuerlich abgesetzt werden. Nur in einigen Ausnahmefällen ist es möglich, sie steuerlich abzusetzen. Informationen findet Ihr dazu unter www.familienrecht.de. Der Elternteil, bei dem das Kind überwiegend lebt, muss sich nicht an den Kosten beteiligen. Wenn jedoch der besuchende Elternteil eine lange Anreise hat und das Kind zu sich holt, kann dieser von dem anderen Elternteil verlangen, dass das Kind auf dessen Kosten zum nächsten Bahnhof, Flughafen oder zur nächsten Autobahnauffahrt gebracht wird. Wenn der besuchende Elternteil ALG II bezieht, kann er vom Jobcenter einen Zuschuss zu den Kosten des Umgangs erhalten. Das gilt auch für den alleinerziehenden Elternteil, wenn dieser das Kind zum getrenntlebenden Elternteil bringt. Weitere Infos unter www.scheidung-online.de.

 

Geld sparen bei weiter Anreise zum Kind

Mit dem Umgangskosten-Rechner von Mein Papa kommt könnt Ihr ausrechnen, wie viel Ihr monatlich und jährlich bei den Umgangskosten sparen könnt.

Mein Kind lebt km entfernt von mir. Ich besuche es ungefähr mal im und reise mit an. Für die Übernachtung zahle ich pro Besuch ca. €.

 

Dank der Kooperation mit FlixBus können Mitglieder von Mein Papa kommt auch bei den Fahrtkosten sparen, denn jeder Vater und jede Mutter erhält auf Fahrten zum Kind mit dem FlixBus 10 % Rabatt.

 

Für Eltern in prekären Finanzsituationen bieten wir bei Mein Papa kommt eine Befreiung vom Mitgliedsbeitrag an. Unsere Sozialplätze finanzieren wir durch Spenden.

 

Eltern im ALG II-Bezug können sich den Mitgliedsbeitrag für Mein Papa kommt über den Mehrbedarf zurückerstatten lassen.

 

Wir vermitteln auch Gastgeber für den alleinerziehenden Elternteil, wenn er das Kind zum alleinlebenden Elternteil begleitet. Bezieht also der alleinerziehende Elternteil ALG II, ist zu empfehlen, dass dieser sich auf die Reise zur Realisierung des Umgangs macht, da er die Fahrtkosten erstattet bekommt.

 

Anwalts- und Gerichtskosten

Der sogenannte Verfahrenswert bildet die Grundlage für die Berechnung der Anwalts- und Gerichtskosten bei einer Scheidung. Dieser berechnet sich aus dem Nettoeinkommen beider Ehegatten, multipliziert mal drei Monate. Sowohl das Gericht, als auch der Anwalt erhalten einen exakt fest­gesetz­ten Bruch­teil des Ver­fahrens­werts. Beispielrechnungen und Einsparpotenziale listet das Scheidungsportal www.scheidung.de auf.

 

Das Honorar einer Erstberatung beim Anwalt ist regional unterschiedlich, sollte aber nicht mehr als 250 Euro netto betragen. Die Rechtschutzversicherung übernimmt häufig die Kosten. Rechtssuchende, die sich in einer prekären finanziellen Situation befinden, können beim zuständigen Amtsgericht einen Beratungshilfeschein beantragen. Der Schein erfordert beim Rechtsanwalt nur noch eine Zuzahlung von 15 Euro. Weitere Informationen liefert der Väterratgeber des Väterzentrums Berlin (8 Euro zzgl. Versandkosten).

 

Verschuldung

Der Ratgeber „Schulden abbauen – Schulden vermeiden“ von der Bundesregierung informiert sowohl über Wege aus der Schuldenkrise, als auch über Möglichkeiten der Vorbeugung.

 

Beratungsstellen

Staatliche Beratungsstellen sind in der Regel kostenfrei. Beratungen bieten folgende Stellen:

Deutscher Caritasverband

Deutsche Rote Kreuz

Deutscher Paritätischer Wohlfahrtsverband

Die Arbeiterwohlfahrt

Verbraucherzentralen

In manchen Städten haben auch die Sozialämter Schuldnerberatungsstellen.
In einem ersten Beratungsgespräch lässt sich klären, ob möglicherweise die Sozialhilfe die Kosten für die Schuldnerberatung übernehmen kann.

 

Anonyme Insolvenzler
Die Anonymen Insolvenzler sind ein Netzwerk von bundesweit agierenden Selbsthilfegruppen, in denen Betroffene in einem geschützten Rahmen kostenlos Hilfe zur Selbsthilfe erfahren. Die Gesprächskreise wurden 2007 in Köln gegründet und werden mittlerweile in 15 Städten kostenfrei angeboten. Die Gesprächskreise werden finanziert und organisiert von der gemeinnützigen TEAM U – RESTART gGmbH.

 

Online-Beratung

Wer sich (zunächst) online beraten lassen möchte, kann dies zum Beispiel anonym bei der Caritas per Email über das Onlineportal.

Weitere seriöse Hilfsangebote im Internet:

www.meine-schulden.de

www.forum-schuldnerberatung.de

 

Telefonauskunft

Wer sich telefonisch über Beratungsmöglichkeiten informieren möchte, kann den Bürgerservice der Bundesregierung unter der Festnetznummer 030 18 272 272­0 oder die Behördennummer 115* anrufen.

 

* Die Behördennummer 115 ist in der Regel zum Festnetz­tarif erreichbar und in vielen Flatrates enthalten.

 

Taschengeld für Kinder von getrennten Eltern

Der Kindesunterhalt deckt das Taschengeld bereits ab. Daher ist der getrennt lebende Elternteil zu keinen Taschengeldzahlungen verpflichtet. Es spricht jedoch nichts gegen ein kleines „Papa- oder Mama-Taschengeld“, das ausschließlich an den Umgangstagen genutzt wird. Auf diese Weise kann das Kind auch im Zusammensein mit dem Elternteil, bei dem es nicht dauerhaft lebt, einen eigenverantwortlichen Umgang mit Geld erlernen und zugleich erfahren, dass finanzielle Ressourcen begrenzt sind. Wichtig ist, dass das Kind selbst über das Taschengeld bestimmt und aus Fehlkäufen lernt – es also konsequent keine erneute Auszahlung gibt, wenn unglücklicherweise Ebbe im Kinderportemonnaie herrscht.

 

Fehlt etwas?

Wir freuen uns über Anregungen von Euch und ergänzen gerne den Blogbeitrag. Schreibt eine Email an Danièle Böhm.

Flechtwerk-Väter unter der wissenschaftlichen Lupe

In einer großen Nutzerbefragung hat unsere Werkstudentin Sophia Flechtwerk-Väter zu ihren Lebenslagen und Bedarfen befragt.

Durch den Kontakt bei der Gastgeber-Vermittlung und das pädagogische Eltern-Coaching haben wir bereits eine gute Vorstellung davon, wer unsere Flechtwerk-Väter sind. Doch auch wenn wir in Gesprächen immer wieder Einblicke in ihre Lebenslagen bekommen, so bleiben es Einzelaufnahmen. Aber wie alt die Väter und ihre Kinder im Schnitt sind, wie oft die Väter ihren Nachwuchs sehen und welche Distanz die Langstrecken-Papas dafür überwinden müssen, das wussten wir statistisch betrachtet nicht. Bis jetzt!

 

Das Werk ist vollbracht

Durch einen Kontakt zum Deutschen Jugendinstitut kam Sophia zu Mein Papa kommt mit dem Wunsch, ihre Masterarbeit über das Thema „Multilokalität bei Trennungsfamilien“ zu schreiben. Im November 2016 schickte sie einen Fragebogen an alle 689 zu diesem Zeitpunkt registrierten Väter im Flechtwerk. Die Beantwortungsquote war trotz des großen Umfangs sehr hoch. An dieser Stelle noch einmal ein großes Dankeschön an alle 117 Väter, die sich die Zeit genommen habe, alle 72 (!) Fragen zu beantworten. Im März hat Sophia ihre Masterarbeit abgeschlossen. Wir freuen uns über die vielen Anregungen, die wir durch diese wissenschaftliche Begleitung von Mein Papa kommt erhalten haben. Aufgrund der erhobenen Daten können wir das Besuchsprogramm weiterentwickeln und die Lebenslagen und Bedarfe der Väter noch besser berücksichtigen.

 

Präsentation Masterarbeit Sophia Groh
Masterarbeit-Betreuer Dr. Andreas Eickhorst (Deutsches Jugendinstitut) und Sophia Groh

Die Gewinner sind …

Durch die Ergebnisse können wir uns künftig noch besser für die Bindungssicherheit von Kindern stark machen. Sie sind also die Hauptgewinner! Aber auch einige Teilnehmer der Studie können sich zu den Gewinnern zählen. Denn natürlich haben wir uns mit ein paar feinen Geschenken wie Ratgeber-Büchern, Gutscheinen für Tankfüllungen und den Flixbus sowie den original Jonglierbälle-Sets von Mein Papa kommt bedankt. Ein Vater hat den Hauptpreis gezogen und darf mit seiner Tochter drei Tage Erholungsurlaub auf der niederländischen Nordseeinsel Schiermonnikoog machen. Ein sehr großzügiger Gastgeber aus unserem Flechtwerk stellt dafür sein Urlaubsdomizil auf der Wattinsel zur Verfügung. Sophia hat nach Abgabe der Masterarbeit spontan einen Urlaubstrip nach Schiermonnikoog eingelegt und uns diesen Urlaubsgruß vom Strand geschickt.

 

Schiermonnigoog
Sophias Urlaubsgrüße von Schiermonnikoog

 

Und die Ergebnisse der Väterbefragung?

Die Ergebnisse der Studie sind sehr umfangreich. Daher werden wir den Datensatz noch tiefergehend analysieren und ihn peu à peu für Euch aufbereiten. Mehr dazu in den nächsten Blogbeiträgen… Ein paar Fakten haben wir natürlich schon für Euch:

  • Das durchschnittliche Alter der Väter liegt bei knapp 43 Jahren.
  • Die Kinder sind im Schnitt fast 7 Jahre alt.
  • Im Durchschnitt fahren die Väter 426 km (ein Weg) zu ihrem Kind.
  • Pro Monat belaufen sich die Fahrtkosten der Väter für die Umgangskontakte auf ca. 166 Euro.
  • Über die Hälfte der befragten Väter gab an, nie gemeinsam mit dem Kind am Wohnort des Kindes zu übernachten.
Ergebnisse Nutzerbefragung "Mein Papa kommt"
Ergebnis der Väterbefragung: Entscheidung zur Trennung der Eltern

 

Jahres- und Wirkungsbericht 2015

Was bewirkte „Mein Papa kommt“ bisher? Und welche Pläne haben wir Flechtwerker noch? Das erfahrt Ihr in unserem Bericht.

Hier ein paar Wirkungsbeispiele aus unserer Arbeit bei „Mein Papa kommt“. Weitere Ein- und Ausblicke findet Ihr in unserem aktuellen Jahres- und Wirkungsbericht 2015:

 

Download Bericht

 

Pädagogisches Elterncoaching

Till konnte nicht wöchentlich 800 km zum Kind anreisen. Telefonieren mit dem zweijährigen Karlchen klappte auch noch nicht. Die Ideenwerkstatt vom pädagogischen Elterncoaching überraschte ihn: „Skypen für Krabbelkinder?!“ Seitdem das Konzept beiden Elternteilen vorgestellt wurde, ist Till jeden Mittwoch „live“ im Kinderzimmer dabei, bis Karlchens Mama den Kleinen zum Abendessen ruft. Und beide Eltern trainieren ganz nebenbei die achtsame Übergabe von einem zum anderen Elternteil.

 

Übernachtungen bei Gastgebern

Die dreijährige Laura hat nach der Trennung ihrer Eltern mehrere Orts-
und Partnerwechsel der Mutter erlebt. Die Treffen mit ihrem Vater Manuel konnten dennoch kontinuierlich weitergehen. Manuel fand überall – in Berlin, Hamburg und Lübeck – Gastgeber von Mein Papa kommt. Nun verbringt Laura die Sommerferien zum ersten Mal wieder bei ihrem Vater an ihrem Geburtsort. Flechtwerk 2+1 bietet der begleitenden Mutter Gastgeber in Frankfurt an. Dann ist Lauras Mutter in 
der Nähe, falls die Kleine anfangs Heimweh bekommt.

Kinderzimmer auf Zeit

Die sechs Umgangsstunden mit
 seinem Sohn, für die Philippe jedes
 Mal von Köln nach Niederbayern anreist, haben die beiden früher auf der Straße oder im Kurpark verbracht. Bei Regen hat Philippe ein Kasperltheater zwischen Fahrersitz und Kindersitz für den fünfjährigen Jerome gebastelt. Durch Mein Papa kommt kann Philippe seinen Sohn in kindgemäßen Räumen treffen und spart monatlich eine Menge Geld. Er kann endlich seine Unterhaltsschulden beim Jugendamt tilgen und hat für Jerome einen Schwimmkurs gebucht.

 

 

 

Weitere Details über unsere Angebote und den Stand unseres bundesweiten Besuchsprogramms findet Ihr unter www.mein-papa-kommt.de.

Unterhaltsvorschuss kann nicht das Ziel sein!

Die Ausweitung des Unterhaltsvorschusses ist gut, zahlungsfähige Väter sind noch besser! „Mein Papa kommt“ hilft dabei!

Zum 1. Juli 2017 wurde das Unterhaltsvorschussgesetz erweitert. Bisher unterstützte der Unterhaltsvorschuss höchstens für 72 Monate und bis zur Vollendung des zwölften Lebensjahres des Kindes. Das wird nun geändert: Seit dem 1. Juli 2017 können Alleinerziehende auch für ältere Kinder, d.h. bis zum vollendeten 18. Lebensjahr, Unterhaltsvorschuss erhalten. Und das ohne Begrenzung der Bezugsdauer. Alleinerziehende Eltern werden so weiter entlastet. Zur Gesetzeserweiterung gibt es jetzt die „Richtlinien zur Durchführung des Unterhaltsvorschussgesetzes in der ab 1. Juli 2017 geltenden Fassung“ vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend.

Flechtwerk-Väter über dem Durchschnitt

Nur ca. 50 % der Unterhaltspflichtigen zahlt regelmäßig Unterhalt für ihre Kinder. Anders beim Besuchsprogramm „Mein Papa kommt“: 92 % der getrennt lebenden Väter zahlen eigenen Angaben zufolge ihren Kindesunterhalt, so ein Ergebnis unserer aktuellen Nutzerbefragung. Dank ehrenamtlicher Übernachtungsgastgeber können Väter trotz weiter räumlicher Entfernungen nicht nur für sicheren Umgang, sondern auch für sicheren Unterhalt sorgen!

 

Mehr fürs Kind dank kostenfreier Übernachtungen

Wenn Papa nicht so viel Geld für teure Hotelübernachtungen zahlen muss, bleibt im Portemonnaie mehr fürs Kind. Für den Unterhalt, den Besuch im Zoo und das Geburtstagsgeschenk. Die Rechnung ist kinderleicht.

 

Über 1.000 Gastgeber öffnen bereits Herz und Tür für Väter, die weit zu ihrem Kind anreisen. Habt auch Ihr ein Gästezimmer frei? Prima, dann mitmachen! Als Gastgeber könnt Ihr einem Langstrecken-Papa schon mit einem Gästebett und Morgenkaffee sehr helfen. Wir suchen weitere Gastgeber. Und das überall, wo Kinder leben. Damit Väter nicht für anonyme Hotelbetten zahlen. Sondern für ihre Kinder! Unterhalt, Zoobesuche, Schwimmkurse…

 

 

Gastgeber werden

 

 

 

10,20 Euro für einen Tag mit Papa?

Wir fordern Umgangspauschale statt Kürzung bei Alleinerziehenden!

Flechtwerk 2+1 ist Themenanwalt für die Interessen von „Kindern mit zwei Elternhäusern“ bei multilokalem Familiensetting. Als Mitglied im Zukunftsforum Familie e.V. haben wir mitgearbeitet an der Verbände-Erklärung zur anstehenden Hartz-IV Reform. Wir fordern eine Umgangspauschale statt Kürzung bei Alleinerziehenden.

 

Wir bleiben dran! Und werden als Mitglied auch im Bundesforum Männer dazu diskutieren. Kinder brauchen beides: materielle Sicherheit und Bindungssicherheit. Erst recht, wenn sie zwei Elternhäuser über weite Entfernungen hinweg haben.

 

Hier könnt Ihr die Erklärung der Verbände herunterladen. Macht mit und sorgt für ihre Verbreitung!

 

 

Erklärung der Verbände