Ausgezeichnet vom „Land der Ideen“-Wettbewerb

Eine hochkarätig besetzte Jury wählte „Mein Papa kommt“ aus rund 1.000 eingereichten Bewerbungen aus.

Das Programm Mein Papa kommt der Flechtwerk 2+1 gGmbH zählt zu den 100 innovativen Preisträgern des Wettbewerbs „Ausgezeichnete Orte im Land der Ideen“ 2017. Eine hochkarätig besetzte Jury wählte Mein Papa kommt unter rund 1.000 eingereichten Bewerbungen aus. Annette Habert, Initiatorin des Projektes, nahm am 26. Juni 2017 bei der Preisverleihung in Berlin die Auszeichnung der Initiative „Deutschland – Land der Ideen“ entgegen. Wer sie kennt und ab Minute 1:50 gut aufpasst, kann sie im Video zur Preisverleihung entdecken!

 

„Ich finde es angemessener, nicht von preiswürdigen Ideen, sondern von preiswürdigen ‚Erfindungen’ im eigentlichen Sinne zu sprechen“, betont Annette Habert. „Wir haben etwas ‚gefunden’, das in der Luft lag: neue Lösungen, um nach Trennungen für Bindungssicherheit zu sorgen. Das ist tatsächlich eine tolle Auszeichnung wert und wir freuen uns sehr! Besonders über das mit der Auszeichnung verbundene Vertrauen der Jury in unsere Arbeit.“

 

„Offen denken – Damit sich Neues entfalten kann“

Alle 100 Projekte, die unter diesem Jahresthema ausgezeichnet wurden, geben Antworten auf drängende gesellschaftliche Fragen der Zukunft. Das Programm Mein Papa kommt reiht sich ein in innovative Projekte wie „Medizincontainer für Flüchtlinge“, „Prothesen aus dem 3D-Drucker“ und „discovering hands – Brustkrebsfrüherkennung durch blinde Frauen“.

 

Wir von Mein Papa kommt sind nur die Ideengeber. Jede Erfindung ist nur so gut wie ihre Umsetzung. Ohne Spendengelder und bürgerschaftlich engagierte Gastgeber in ganz Deutschland wäre unsere Arbeit nicht möglich! Erst durch ihre Offenheit für neue Lösungsansätze und ihre Offenherzigkeit dem zunächst fremden Vater oder der fremden Mutter gegenüber wird es möglich, dass sich unsere Idee entfalten kann und Kinder mit zwei Elternhäusern mit beiden Eltern gut verbunden bleiben können. „Wir können Jahresberichte schreiben, Vorträge halten, die Jugendämter und Familiengerichte mit unserem Programm beeindrucken – aber wer dem Vater oder der Mutter letztlich eine Türe öffnet und dadurch einen regelmäßigen, bindungsfördernden Eltern-Kind-Kontakt ermöglicht, ist immer der Gastgeber!“, betont Jobst Münderlein, Geschäftsführer der Flechtwerk 2+1 gGmbH.

 

Mutig vorausgehen

Ideen werden aus Not geboren. Weil es Ideen braucht, um Auswege zu suchen, wenn das Leben in die Enge gerät. Mein Papa kommt gäbe es nicht, wenn nicht ein achtjähriger Junge die Idee gehabt hätte, mit einem schambesetzten Thema an die Öffentlichkeit zu treten, als er selbst keine rettende Lösung hatte: „Mein Papa schläft im Auto, wenn er mich besucht. Kannst Du da was machen?“ Lassen wir uns anstecken von dem Mut dieses kleinen Jungen! Zeigen wir uns einander mit unserer Not und unserem Scheitern und rechnen wir mit der Ideenvielfalt der anderen!

 

Welche neuen Ideen könnte es nun in der Politik geben?

Wie wäre es, wenn die öffentlich-rechtlichen Fernsehsender Ideengebern in deren gemeinnützigen Engagement kostenfreie Werbezeit zur Verfügung stellen würden?

Wie wäre es, wenn es nicht nur für Künstler eine „Künstler-Sozialkasse“ gäbe, sondern auch für Sozialunternehmer, damit preisgekrönte Ideengeber in ihrem gesellschaftlichen Engagement nicht am Ende selber von Altersarmut bedroht sind?

 

Welche Ideen habt Ihr für die Politik? Schreibt einen Kommentar oder eine Email an info@mein-papa-kommt.de

 

Nur wer sich hervorwagt, kann etwas bewirken!

Danièle Böhm

Autor: Danièle Böhm

PR & Marketing Referentin

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